Die Auflagen und der bürokratische Aufwand für die Verarbeitung von Lebensmitteln werden immer höher. Für Direktvermarkter bedeutet das hohe Investitions- und Betriebskosten. Das schreckt viele ab und das Potential regionaler Lebensmittel kann nicht ausgeschöpft werden. Viele Rohstoffe werden daher entweder gar nicht genutzt (v.a. diverse Obstarten) oder können nur zu einem niedrigen Marktpreis verkauft werden.
Um dieses Problem zu lösen, könnte ein regionales Lebensmittelverarbeitungszentrum geschaffen werden, das gemeinschaftlich betrieben wird. Angestrebt werden soll eine möglichst große Anzahl an Mitgliedern (landw. Verarbeiter, private Verarbeiter u. Verbraucher). Orientiert werden kann sich evtl. an den Konzepten der „makerspaces“ (share economy) und der solidarischen Landwirtschaft.
Das Verarbeitungszentrum selbst kann sich in diverse Bereiche aufteilen, je nach Verarbeitungsweg bzw. auch in einen gewerblichen und privaten Verarbeitungsbereich.

Hier noch die Vorteile zusammengefasst:
– Vorteile in der Finanzierung und Förderung
– Effizienter Einsatz von modernen Verarbeitungsmaschinen
– Schnellere Anpassung an neue Standards bzw. Normen
– Gute Möglichkeit zur Schaffung innovativer Produkte
– Nutzung von bislang ungenutzten Rohstoffen
– Synergien bei der Verwaltung
– Schaffung neuer Vermarktungswege durch hohe Standards
– Erhöhte Wettbewerbsfähigkeit gegenüber industr. Verarbeitern
– Höhere Wertschöpfung durch die Endveredelung
– Hohe Identifikation

Das Onlineportal ist ein eigenständiger Online Marktplatz, der ein breites Angebot von Lebensmitteln direkt vom Erzeuger zum Endkunden vermittelt. Der Fokus liegt dabei in erster Linie auf regional erzeugten Produkten direkt aus dem Landkreis Rottal-Inn. Das Onlineportal übernimmt die Kaufabwicklung, die Vermarktung und liefert an den Wunschort des Endverbrauchers innerhalb des Landkreises.

Das Ziel ist es, dem Verbraucher einen einfachen Zugang zu regionalen Produkten sowie dem Erzeuger einen neuen Marktzugang zu ermöglichen. Das Ganze ohne lange Transportwege und in möglichst umweltfreundlicher Verpackung. Auf dem Online Marktplatz können Gemüse, Obst, Fleisch, Milchprodukte, Backwaren und Lebensmittel individuell zusammengestellt und gekühlt an einen Wunschort ausgeliefert werden. Die Herkunft der Produkte ist dabei immer transparent. Das Produktspektrum sollte sowohl alltägliche Lebensmittel als auch Spezialitäten aus der Region abbilden.

Mehr regionale Produkte in den Supermärkten

Neu ist die Idee der direkten Belieferung von Supermärkten mit hochwertigen Produkten aus der Region nicht. In Hessen gibt es beispielsweise die „LANDMARKT“-Theken in REWE-Märkten bereits seit Jahren.

Die Kooperation zwischen Direktvermarktern, regionalen Herstellern und den Supermärkten im Landkreis könnte verstärkt werden. Denn Endverbraucher kommen nicht immer einfach an diese regionalen Produkte: Er/Sie muss oftmals auf die Höfe fahren, Kontakt zu den Herstellern aufnehmen, auf Märkte gehen oder bestimmte Produkte (z.B. Fleisch) in größeren Mengen abnehmen etc.

Regionale Produkte im Supermarkt anzubieten ist vorteilhaft, weil hochwertige und frische, saisonale oder ökologische Erzeugnisse aus der Region dort präsentiert werden, wo viele Verbraucher ihren täglichen Einkauf tätigen.

Regionale kulturelle Besonderheiten erkennen, sichern und behutsam für das Regionalmarketing nutzen.

aktueller Stand

Die Webseite des Landkreises bietet einen Überblick über die Besonderheiten der regionalen Kultur unter den Stichpunkten Baukultur, Volksmusik und Brauchtum, Museen und Ausstellungsorte, Theater und darstellende Kunst, Musik, Kulturereignis:

https://www.rottal-inn.de/wirtschaft-tourismus/kultur-brauchtum/

Die Rottaler Hoftour ist ein Erlebnisprogramm, das sich rund um den Bauernhof mit seinem Arbeitsalltag, seiner Tierwelt, seiner bäuerlichen Kultur, das alte Handwerk und Handarbeitstechniken sowie um die regionale „Schmankerlküche“ dreht.

https://www.rottal-inn.de/wirtschaft-tourismus/tourismus/rottaler-hoftour/

Entwicklung einer Corporate Identity, dann unter deren Dach Aufbau einer Regionalvermarktung basierend auf den Ergebnissen aus den Workshops.
Bessere Wertschöpfung; bessere Preise für reg. Produkte, gemeinsame Logistik, mehr Dienstleistungsangebote, mehr Vielfalt, Identifikation mit Landkreis, bessere Außendarstellung Landkreis; Strukturen für regionale Vermarktung schaffen und verbessern.

aktueller Stand

Projekt wurde über LEADER umgesetzt.

https://www.direktvermarkter-rottal-inn.de/

  • Aufklärung und Darstellung der gesamten Land- und Forstwirtschaft im Landkreis;
  • Kreislaufwirtschaft mit regionaler und nachhaltiger Wertschöpfung, u.a. Hinweis Direktvermarktung,
  • Öffentlichkeitsarbeit über Medien (nicht nur Fachmedien), für gesamte Bevölkerung (Zeitung, Funk…)
  • Einbeziehung der Ergebnisse aus Strukturanalyse
  • Schulen, Kindergarten (v.a. Lehrer, Erzieher fortbilden)
  • Bild der Landwirtschaft in der Bevölkerung
  • Objektive, wissenschaftliche fundierte Aufklärung zum Einsatz von Pflanzenschutz und Düngung

aktueller Stand

z.B. über Landschaftspflegeverband (LPV) zur Landschaftspflege; Leaderprojekt Öffentlichkeitsarbeit für die Direktvermarktung.

  • Unterstützung von Renaturierungs- und Erosionsschutzmaßnahmen inkl. Hochwasserschutz- und Rückhaltekonzepte
  • Begleitung und Initiierung von Umsetzungskonzepten und ökologischer Gewässergestaltungen gemäß WRRL und Zusammenarbeit mit WWA Deggendorf
  • Fachübergreifende Zusammenarbeit
  • Durchführung des Projektes boden:ständig des Amtes für ländliche Entwicklung Niederbayern durch den LPV Rottal-Inn: Anlage und Schaffung von Struktur- und Pufferelementen in Landschaft, Flächentausch und Neuordnung (z.B. Grünland an Gewässer), Vermeidung von Erosion auf der Fläche und Stoffeinträge in die Gewässer; enge Abstimmung und Zusammenarbeit mit AELF Pfarrkirchen, hier v.a. mit der Wasserberaterin
  • Naturschutzfachliche Betriebsberatung durch den LPV Rottal-Inn in enger Zusammenarbeit mit der unteren Naturschutzbehörde und dem AELF
  • Projekt 3xB: Umsetzungs- und Pflegemaßnahmen zur naturschutzrechtlichen Sicherung artenreicher Flächen

aktueller Stand

Initiative boden:ständig; Arbeitsgemeinschaft Boden- und Gewässerschutz; laufende Umsetzungskonzepte; weitere laufende Beratungstätigkeiten u.a. durch Fokus Naturtag, VNP-Beratung

 

Durchführung einer Strukturanalyse mit vor- und nachgelagerten Bereichen und Darstellung der wirtschaftlichen Bedeutung einer modernen Landwirtschaft.

aktueller Stand

Bisher nicht umgesetzt, abzusprechen ist die Eingrenzung und die Detaillierung des Projektziels für mögliche Umsetzungsansätze.